Freitag, 15.11.2019 16:51 Uhr

Dorf rebelliert gegen den Verkehr

Verantwortlicher Autor: Walter Vymyslicky Markgrafneusiedl/Niederösterreich, 12.10.2019, 23:14 Uhr
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Es gab auch viele Transparente
Es gab auch viele Transparente  Bild: Walter Vymyslicky

Markgrafneusiedl/Niederösterreich [ENA] Am Montag versammelten sich geschätzte 300 Bürger auf der Kreuzung in Markgrafneusiedl um die Durchzugsstraßen L2 (Landesgrenze Wien), L6 (Deutsch Wagram) und L11 (Gänserndorf) zu sperren. Doch aus dieser - ursprünglich für eine halbe Stunde geplante Sperre wurden nur zehn Minuten.

Aufgerufen für diese Demo haben die Bürgermeister aus Markgrafneusiedl, Aderklaa, Glinzendorf, Obersiebenbrunn, Großhofen, Parbarsdorf, Leopoldsdorf und Raasdorf. Grund für diese Straßensperre war der immer stärker werdende Verkehr und dadurch eine enorme Belastung für die Bewohner. Durch die Sperre der L9 von Obersiebenbrunn nach Gänserndorf sind die Autos noch mehr geworden. Der durchschnittliche Verkehr wurde mit 20.000 Fahrzeugen pro Tag, davon 1/3 Schwerverkehr mit steigender Tendenz gezählt.

Die Proteste richteten sich nicht nur gegen den Verkehr, sondern auch für einen raschen Bau der S8. Von den angekündigten 30 Minuten durften die Demonstranten nur 10 Minuten auf der Kreuzung verweilen. Wie man munkelte war der Grund für die Verkürzung eine Intervention der LKW-Betreiber. Von den Anrainern hörte man ein wahres Schreckensszenario. „Das Überqueren der Straße ist ein Himmelfahrtskommando“, erzählte einer. Von der Situation stark betroffen ist Ulrike Schöner , die neben der Kreuzung wohnt.:

„ab 6.30 Uhr ist an Ruhe nicht mehr zu denken. Besonders die LWs, die nach der Kreuzung – da die Straße nach Gänserdorf etwas bergauf geht – so richtig aufs Gas steigen. Quwietschende Bremsen sind eine weitere Lärmbelästigung. In der Gartenmauer gibt es schon einige Risse durch die Vibration der Schwerfahrzeuge“, berichtete sie genervt dem Reporter.

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