Dienstag, 23.04.2024 00:35 Uhr

WEC: Porsche blickt hoch motiviert der Saison entgegen

Verantwortlicher Autor: Markus Faber Doha (QAT), 26.02.2024, 20:43 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Auto und Motorsport +++ Bericht 5102x gelesen
Porsche 936 in Katar
Porsche 936 in Katar  Bild: Markus Faber

Doha (QAT) [ENA] Porsche blickt der FIA World Endurance Championship (WEC) 2024 nach dem Daytona-Sieg hoch motiviert entgegen. Zwei Kundenteams mit drei Porsche 963 in der Hypercar Topklasse dabei. Zur Vorbereitung auf die neue Saison startet der zweitägigen Prolog in Doha.

Porsche Penske Motorsport geht mit hohen Zielen in die Saison 2024 der FIA World Endurance Championship (WEC). Sie beginnt am 2. März mit einem 10-Stunden-Rennen auf dem Doha Lusail International Circuit in Katar. Das Werksteam setzt wie im Vorjahr zwei der rund 500 kW (680 PS) starken Porsche 963 in der Topklasse Hypercar ein. Nach dem Sieg bei den 24 Stunden von Daytona Ende Januar möchte Porsche Penske Motorsport auch auf der WM-Bühne brillieren. Die Kundenmannschaften Hertz Team Jota und Proton Competition schicken drei weitere Porsche 963 an den Start. In der neuen LMGT3-Kategorie stellen sich zwei Porsche 911 GT3 R dem Wettbewerb mit insgesamt 18 Rennwagen von neun verschiedenen Marken.

Im Kampf um Gesamtsiege greift das Werksteam Porsche Penske Motorsport erneut mit zwei Porsche 963 in den Kampf um den Meistertitel ein. Die Mannschaft mit Sitz in Mannheim hat sich unter anderem bei zweitägigen Testfahrten auf dem Lusail International Circuit in Katar sowie auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona (Spanien) für das bevorstehende Debüt der Langstrecken-WM in dem arabischen Halbinselstaat vorbereitet. Beim Prolog, dem zweitägigen offiziellen Test vor dem Saisonstart, werden die rund 500 kW (680 PS) starken Hybridprototypen möglichst optimal auf die Streckenbedingungen in Doha eingestellt.

„Unser Sieg beim Saisonauftakt der IMSA-Serie in Daytona hat unserer gesamten Mannschaft auf beiden Seiten des Atlantiks einen enormen Schub gegeben“, erklärt Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport. „Wir versuchen, diesen Schwung mit in das neue Jahr der FIA WEC zu nehmen. Vieles ist 2024 neu: Wir haben ein weiteres Kundenauto in der Hypercar-Klasse, treffen im Kampf um Gesamtsiege auf neue Konkurrenten und erleben das WM-Comeback von Manthey mit dem 911 GT3 R in der neuen LMGT3-Klasse. Es gibt genügend Gründe, voller Vorfreude und Spannung auf die erste Veranstaltung in Katar zu blicken.“

„Im ersten WEC-Saisonrennen in Katar werden Mannschaft und Auto erneut auf eine harte Probe gestellt. Es geht an einem neuen Schauplatz über die Distanz von zehn Stunden. Wir müssen genauso konzentriert und entschlossen zu Werke gehen wie in Daytona. Unsere Testfahrten auf der Strecke in Doha sind gut verlaufen. Dennoch haben wir noch kein konkretes Bild von den Kräfteverhältnissen 2024 gesehen. Darauf bin ich nun sehr gespannt. Die FIA WEC bietet ein umfangreiches Feld mit zahlreichen Herstellern. Wir freuen uns auf den intensiven Wettbewerb und sind gespannt, wie sich unsere beiden Porsche 963 im Kampf gegen die starken LMH- und LMDh-Prototypen in Katar schlagen werden“, kommentiert Jonathan Diuguid, Leitender Direktor Porsche Penske.

Die Fahnen von Porsche hält in der neugeschaffenen LMGT 3 Kategorie das erfahrene Kundenteam Manthey mit dem 911 GT3 R hoch. „Für den gesamten GT3-Sport ist die neue Klasse in der FIA WEC ein riesiger Schritt: Endlich können wir unser erfolgreiches GT3-Fahrzeug auf der WM-Bühne präsentieren“, freut sich Sebastian Golz, Projektleiter Porsche 911 GT3 R. „Wir sind mit Manthey EMA und Manthey PureRxcing optimal aufgestellt. Unser Kundenteam wird die beiden Autos perfekt vorbereiten und mit starken Fahrertrios in den Wettbewerb schicken. Ich freue mich auf ein großes Spektakel und bin sehr gespannt auf den Saisonauftakt in Katar.“

Die Porschefahrer

Die beiden Porsche 963 von Porsche Penske Motorsport werden auch in der Saison 2024 von jeweils drei Werksfahrern pilotiert. Am Steuer der Startnummer 5 wechseln sich der Franzose Frédéric Makowiecki und der Däne Michael Christensen mit Matt Campbell ab. Der Australier, der im Januar die 24 Stunden von Daytona gewonnen hat, tauscht seinen IMSA-Stammfahrerplatz mit dem Amerikaner Dane Cameron. In der Nummer 6 agiert das gleiche Fahrertrio wie in der Vorsaison: Kévin Estre aus Frankreich und Laurens Vanthoor aus Belgien teilen sich die Cockpitarbeit mit André Lotterer aus Deutschland.

In der Topklasse Hypercar schickt die Kundenmannschaft Hertz Team Jota erstmals zwei Porsche 963 ins Rennen. Die Startnummer 12 teilen sich die beiden Briten Will Stevens und Callum Ilott mit dem Franzosen Norman Nato. Noch prominenter ist das Schwesterauto besetzt: Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Jenson Button (Großbritannien) wechselt sich am Steuer der Nummer 38 mit dem Dänen Oliver Rasmussen und dem Briten Phil Hanson ab. Im baugleichen Hybridprototypen von Proton Competition mit der Nummer 99 gehen der Schweizer Neel Jani und der Brite Harry Tincknell gemeinsam mit dem ehemaligen Porsche-Junior Julien Andlauer (Frankreich) an den Start.

In der neuen LMGT3-Klasse feiert Manthey sein Comeback auf der WM-Bühne. Das erfahrene Team aus der Eifel, das bis Ende 2022 für die Werkseinsätze mit dem Porsche 911 RSR verantwortlich war, setzt in der neuen Saison zwei der bis zu 415 kW (565 PS) starken 911 GT3 R ein. In der Startnummer 91 unter der Nennung von Manthey EMA tritt Werksfahrer Richard Lietz aus Österreich gemeinsam mit dem Niederländer Morris Schuring und dem Australier Yasser Shahin an. Die Nummer 92 unter dem Banner Manthey PureRxcing pilotieren Klaus Bachler aus Österreich, Alex Malykhin (Großbritannien) und der Deutsche Joel Sturm.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Info.